Generation trouble. Un/doing Differences in Projekten intergenerationeller Kultureller Bildung. Vortrag bei der Tagung Kulturgerontologie in Krems

„Generation trouble“ allerorten? Die großen gesellschaftlichen Transformationsprozesse unserer Zeit – Klimawandel, Migration, demografischer Wandel, der Umgang mit der Corona-Pandemie und nicht zuletzt der Umgang mit Diversität und Identitätspolitik – werden gegenwärtig alle auch unter dem Vorzeichen von Generationenkonflikten oder zumindest Generationenambivalenzen diskutiert. In meinem Vortrag bei der Tagung „Kulturgerontologie“ in Krems (24. – 25. Juni 2022) überprüfe ich aus einer praxistheoretischen Perspektive die Hypothese, dass im Intergenerationellen Lernen in der Kulturellen Bildung ausgehend von der Dimension Alter und den performativen Akten von „Doing Age“ (Schroeter 2005) und „Undoing Age“ (Haller 2010) auch andere für die Identitätsbildung relevante Dimensionen von Diversität performativ ausagiert werden. Dabei stellt sich aus bildungstheoretischer Perspektive auch die Frage, ob Praxen von „Un/doing Differences“ (Hirschauer 2014; 2020) in den Projekten nicht nur ausagiert und aufgeführt, sondern auch reflektiert und kritisch verhandelt werden. Wie werden soziokulturelle Unterscheidungen nach Alter, Generationen, Nationalität, Geschlecht und Dis-Ability in den Projekten gemacht oder eben auch nicht gemacht ?

Abb.: Die Metabolisten ‚WIR‘, Resistdance – Silke Z., Foto: Claudia Gruenig